Historie

Historie
1972 - 1978
Die Geschichte der Band reicht zurück bis ins Jahr 1973. Willi Schmitz kaufte sich damals eine Orgel der Marke "Tiger Duo" von der Firma EKO. Noch im gleichen Jahr erfolgten erste Proben mit Klaus Barthel, der mit Willi die Schulbank am Gymnasium Mechernich drückte und über ein Schlagzeug verfügte, das er zu bedienen wusste.
Der erste Auftritt erfolgte dann Sylvester 1973/74 in Mechernich/Strempt mit einem Repertoire von ca. 30 Stücken. Hierbei handelte es sich vorwiegend um Schlager und Stimmungslieder.
Die beiden blieben jedoch nicht lange allein: Hinzu gesellten sich ab Frühjahr 1974 Burkhard Groß (Gitarre), der ebenfalls am Gymnasium Mechernich war und Michael Pick (Bass), der am Michaels-Gymnasium in Münstereifel auf den "Ernst des Lebens" vorbereitet wurde.
Die Musik, die wir machten, lässt sich mit Tanz- und Unterhaltungsmusik umschreiben. Hiermit war zur damaligen Zeit am meisten "Kohle" zu verdienen.
Nach fleißigem Proben erfolgten 1974 und danach weitere Auftritte im Eifeler Raum, die Instrumentation wurde verbessert und das Repertoire erweitert.
Der Name VON STÜLP wurde in Südfrankreich (Nyons) geboren nach dem Genuss diverser Vins Rouges und Pastis (s. obige Bilder). Über den Rest deckt sich der Mantel des Schweigens.

1977 erhielten wir dann "Nachwuchs" durch Marita Nagel (Gesang) und Ewald Auel (Saxophon). Mit "Eine Mark für Charly" und anderen Klassikern ging's die Charts rauf und runter, bis uns Michael Pick dann 1978 verließ. Zum Glück waren damals auch andere Bands von Ab- und Zugängen betroffen, so dass wir kurz darauf Günther Rau am Bass bei uns willkommen hießen. Er brachte Barbara Jubelius als Sängerin mit zur Band und Marita wechselte zu den "Boleros".
Kurz darauf ließ Klaus die Schlagzeugstöcke ruhen, weil er in süddeutschen Gefilden ein Studium aufnahm. Seinen letzten Auftritt hatte er 1978 in Weyer.
1978 - 1985
Auf Klaus folgte dann Uli Schneider aus Euskirchen, der am 23.09.1978 zum ersten Mal die Drums bediente. Von nun an ging's weiter bergauf. Unsere Musik wurde anspruchsvoller, und auch unsere Auftritte fanden zunehmend in einer gehobenen Liga statt und weiteten sich auf den Köln-Bonner Raum aus. Das soziale Miteinander funktionierte prächtig; sieben lustige und erfolgreiche Jahre lagen damals vor uns. Noch einmal gab es zwischendurch "Nachwuchs" durch Marita Simons, die unser Liedgut um mehr als eine weibliche Note bereicherte.
Der letzte Auftritt in dieser Formation fand in der Karnevalssession 1985 in Buschhoven statt. Der Kontakt ist aber bis heute nicht abgerissen. Ab und zu trifft man sich an einem gemeinsamen Wochenende und lässt die alten Zeiten hochleben.
1985 - 1987
  • Der Wahlspruch "Von Stülp for ever and ever again" hatte jedoch weiterhin Bestand. Willi Schmitz und Burkhard Groß gelang es, den mittlerweile in die Eifel zurückgekehrten Klaus Barthel wieder für die Band zu gewinnen. Am Bass begrüßten wir Peter Arends, der von den "Black Roses" zu uns wechselte. Peter hatte schon in früheren Zeiten mit Günther Rau bei den "Rockets" musiziert; hier jedoch als Gitarrist. Komplettiert wurde das Ganze durch Ulrich Fiedler, der das Saxophon bediente.
    Die Neue Deutsche Welle hielt Einzug in unsere Liederliste, ergänzt durch BAP, Klaus Lage und was sonst noch so Rang und Namen hatte in dieser Zeit. Der unverwechselbare Von-Stülp-Sound blieb erhalten und alle hielten weiterhin am Grundsatz fest, sich nie danach zu richten, was andere Bands spielten.
    Schon bald verließ uns Klaus jedoch aus beruflichen Gründen und wurde durch Udo Mands aus Arloff am Schlagzeug ersetzt.
    Der Eintritt ins Berufsleben führte im Herbst 1987 dazu, dass auch Bandgründer Willi Schmitz nach 15 "Dienstjahren" den Klavierdeckel zuklappte. Doch wer VON STÜLP kennt, weiß, dass das noch nicht alles gewesen sein konnte.
    1993 - 2008
  • Seit 1988 kam es immer wieder zu kleineren und größeren Gigs, auf denen Ex-Musiker der Band in die Tasten oder Saiten griffen. Dies geschah zumeist in lockerer Runde am Rande kleinerer Veranstaltungen. Auslöser für eine offizielle Wiederbegründung der Band war ein Oldtimertreffen auf dem "Brandenbuschhof" bei Urft (Pfingsten 1993). Dem Ruf gefolgt waren Willi, Klaus, Udo, Peter und Ewald. Hinzu gesellte sich noch Achim Jannes, der früher schon mal als Gitarrist ausgeholfen hatte. Wir spielten die alten Klamotten und stellten fest, dass wir nichts verlernt hatten.
    Bald war es dann so weit, dass Willi (Keyboards) und Peter (Bass) beschlossen, die Band unter dem Namen "VON STÜLP REVIVAL" wiederzubeleben (1996). Sie wollten vor allem die Musik machen, die sie als Tanz- und Unterhaltungsmusiker nie machen durften: ROCKMUSIK! Und diese vorwiegend aus den 60er und 70er Jahren. Achim Jannes war als Gitarrist mit von der Partie und Frank Weiermann aus Mechernich besetzte das Drumset, an dem er heute noch sitzt.
    2002 verließ uns Achim Jannes und wurde durch Joachim Hochgürtel ersetzt, der schon immer bei VON STÜLP spielen wollte. Glanzpunkte dieser Zeit waren sicherlich die Teilnahme an der Sommerparty der Bundeswehr in Mechernich (2006) und der Mechernicher Oldienight (2008).

    2008 - 2020
    2009 kam es zu einem weiteren personellen Wechsel: Peter Arends verließ uns, und seitdem spielt Günther Rau wieder die Bassgitarre. Wer aufmerksam die Geschichte der Band verfolgt hat, wird erkennen, dass Günther bereits in der tanzmusikalischen Blütezeit von 1978 bis 1985 dabei war und somit ganz klar zu den Urgesteinen der Band zählt.

    Von nun an ging es steil bergauf. Das Zusammenspiel klappte immer besser, die Stücke wurden immer fetziger. Die Mechernicher Oldienight 2010 wurde in der neuen Besetzung bestritten, und es folgten zahlreiche Auftritte in den folgenden elf Jahren. Das "Gardestüffje" in Mechernich wurde zur Kultkneipe für die Band. Hier wird seitdem Anfang Dezember der Jahresabschluss gefeiert; oft war auch der Nikolaus zu Besuch. Verschiedenste Auftritte fanden aber auch im "Magu" in Mechernich statt. Höhepunkt hier war auf jeden Fall unser Jubiläumskonzert zum 40jährigen Bestehen der Band!
    2020 - ?
    Im Januar 2020 hatte die Band einen Auftritt in der Nähe von Düren. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, dass es für lange Zeit der vorerst letzte öffentliche Gig war. Denn Corona hielt auch in Deutschland Einzug und lähmte das öffentliche Leben in vielerlei Hinsicht. Jo Hochgürtel, der seit 2002 dabei war, verließ die Band in dieser Zeit und hinterließ eine Lücke, die es auszufüllen galt.
    2021 konnte Rainer Pütz für die Band gewonnen werden und 2022 stieß Eric Guicherit hinzu. Damit war die Lücke mehr als geschlossen, und die Proben konnten beginnen. In der Corona-Hochzeit war das durch das wechselhafte Infektionsgeschehen nicht so einfach. Aber Von Stülp fand auch hier eine Lösung in Form der sogenannten "Wanderprobe": mp3-Files wurden per Computer hin und her geschickt, wodurch jeder zu Hause die Möglichkeit hatte zu proben.
    Die Band besteht nun aus fünf Musikern. Durch die Hinzunahme von zwei Gitarristen konnten viele (neue) Stücke vielfältiger gestaltet werden. Und auch gesanglich machten wir einen Schritt nach vorn.

    2022 konnten dann endlich erste Auftritte mit der neuen Besetzung stattfinden. Herausragend hier sicherlich im Oktober unser mehrtägiger Trip nach Nyons, der Partnerstadt von Mechernich: Hier spielte die Band auf dem traditionellen provencalischen Markt und rockten den Freundeskreis Mechernich/Nyons bei einem Festabend in Venterol.

    2023 war es dann so weit: VON STÜLP feierte sein 50jähriges Jubiläum! Zu diesem denkwürdigen Ereignis waren am 17. Juni 2023 im "Magu" in Mechernich über 300 Oldie-Freunde erschienen und machten die Nacht zum Tag. Presse, Rundfunk und Fernsehen hatten im Vorfeld berichtet, und auch der Bürgermeister war an dem Abend voll des Lobes für all die Jahrzehnte, die die Band ihrer "Geburtsstadt" Mechernich auf unterschiedliche Art und Weise treu geblieben ist. Auch der Vorsitzende der Mechernich-Stiftung war erfreut, denn die Band hatte zu Spenden für diese Organisation aufgerufen; es kammen 2.050 Euro zusammen!

    Was 1973 seinen Anfang nahm, dauert nun immer noch an. Eine wechselvolle Bandgeschichte, die ihresgleichen sucht; die Rolling Stones können ein Lied davon singen! Zu verdanken ist dies der engen Verbundenheit einiger Musiker zur Band, die über Jahrzehnte bestanden hat. Aber auch unseren Fans, die uns in dieser langen Zeit die Treue gehalten haben, gebührt unser Dank!
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